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Heinrich der Seefahrer

Infante Dom Henrique - so nennen die Portugiesen den Mann, der als Heinrich der Seefahrer in die Geschichte einging. Der asketische Mann koordiniert von Sagres aus das Großprojekt "Weltmacht Portugal".


Heinrich der Seefahrer in einer zeitgenössischen Malerei. Dieses berühmte Bild von Grao Vasco ist im Lissabonner Museu das Janelas Verdes zu sehen.

Der kinderlose Sohn von Dom João I widmete sich zeitlebens wie ein Mönch der Seefahrt - und war wahrscheinlich nie auf dem Ozean gesegelt.

Daß er trotzdem zurecht als Vater des Weltreiches Portugal gilt, hängt mit seiner strategischen Arbeit an der Seefahrerschule von Sagres zusammen.

Hier am Südwestzipfel Portugals sammelte er Berichte von Seefahrern, erkundete die damals bekannten Geräte zur Navigation und studierte die dürftigen Karten seiner Zeit, die die Erde flach widergaben um am Ende der Meere grausame Ungeheuer abbildeten.

Den Arabern wird das später als "lateinisches" bekannte Segel abkopiert - eine wesentliche Voraussetzung für das Kreuzen gegen die widrige Winde der afrikanischen Küste.

An der Segelschule in Sagres wurden die Kapitäne der Karawellen instruiert, die Stück für Stück die Küste Afrikas, die Inselwelt des Atlantik - Madeira, Azoren, Kap Verde - und zuletzt den Seeweg nach Indien und Brasilien erkundeten.

Esfera

Bald setzt sich die Erkenntnis durch, daß die Erde doch eine Kugel ist - die ersten Weltumsegelungen beweisen ist. In den Monumenten der manuelinischen Gothik wird immer wieder das Emblem der Esfera Armilar in das Stein gemeißelt - die Weltkugel unter portugiesischer Herrschaft.

 

1498 - also noch vor Kolumbus erste Reise - erreicht der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama als erster westlicher Seefahrer das ferne Indien.
Pedro Alvares Cabral "entdeckt" im Jahre 1.500 Brasilien. Bald danach setzt der Pfeffer-, Gewürze-, Gold- und Sklavenhandel ein. Portugal baut das erste christliche Kolonialreich auf - das Reich, an dem es die nächsten fünf hundert Jahre langsam ausbluten wird...


Bauwerke wie A Batalha, das Hyeronimus-Kloster und der Festungsturm in Belém, das Christus-Kloster von Tomar wurden in Auftrag gebeben, um die Eroberung der Meere zu verewigen. Diese bizarre Variante der Spätgothik, der Manuelinische Stil, wurde nach Portugals König Dom Manuel I benannt.

Luis de Camoes verklärt in seinem Epos Os Lusíadas die Taten der Seefahrer und Entdecker.